#1 Wer baut uns denn das Haus.... Vom Suchen und Finden des Bauträgers

 

Leider wird dieser Eintrag etwas länger, da wir hier ungefähr 3 Jahre des Suchens zusammenfassen müssen! Wir geloben Besserung! 


Die Qual der Wahl... So scheint es wohl am Anfang bei der Fülle der Anbieter, wenn man heute damit beginnt, sich mit dem Thema Hausbau und / oder Hauskauf zu beschäftigen.
So war es zunächst auch bei uns. Zunächst noch eher sporadisch und recht unstruktuiert haben wir uns in den gängigen Portalen nach gebrauchten Häusern und Neubauprojekten umgeschaut. Mit jeder neuen Besichtigung von gebrauchten Häusern wurde uns jedoch immer klarer, dass wir eigentlich immer an irgendeiner Stelle Kompromisse eingehen würden müssen. Mal war das Bad zu klein, mal die Küche irgendwie völlig unpraktikabel im Haus angeordnet oder die Kinderzimmer / Büroräume zu klein oder einfach nicht nutzbar.
Nach einem unverbindlichen Beratungsgespräch mit einem Baufinanzierer rückte so das Thema Neubau in unseren Fokus. Jedoch auch dies eher unstrukturiert und unverbindlich.
So richtig ernsthaft haben wir die Haussuche erst ab dem Zeitpunkt begonnen, nachdem wir, eher unfreiwillig weil Eigenbedarfskündigung, umziehen mussten und uns, trotz tollem Besichtigungstermin der Wohnung, an der neuen Anschrift nicht wirklich wohlfühlten.
Es folgten wiederum diverse Besuche in Musterhausparks, Fertighauswelten und so weiter. Nach einigen Beratungsgesprächen und auch aus der Erfahrung im Familien und Bekanntenkreis kamen wir irgendwann zu der Erkenntnis, dass wir bei den großen Anbietern am Markt wohl eher auch nicht fündig werden. Ein Haus aus dem "Katalog" ist einfach nicht so unser Ding. Natürlich hatten wir inzwischen auch mit diversen Grundrissvarianten gespielt und haben mehr oder weniger folgendes Gefühl gehabt: Also das Erdgeschoss von Firma A mit der Treppe von Firma B und der Küche von Firma C und das Obergeschoss von Firma D wäre eigentlich unser Traumhaus.
Eine ziemlich verfahrene Situation...
Durch Zufall sind wir über eine Grundstücksanzeige auf die Firma ELPA Hauskonzept aus Aachen aufmerksam geworden. Nach einem ersten unverbindlichen Beratungstermin haben wir uns im Auto angeschaut und mehr oder weniger gleichzeitig festgestellt: "Ich glaube wir haben unseren Bauträger gefunden." Frau Papagallo-Knopp hat uns mit Ihrer Art und Ihrer Begeisterung für das Thema Hausbau einfach absolut überzeugt. Ebenso überzeugte uns die Tatsache, dass viele Dinge, welche bei den meisten Anbietern aufpreispflichtig sind hier bereits im Standard enthalten sind.
Es folgte ein weiteres Gespräch, in welchem wir unsere Ideen und Wünsche konkretisiert haben, welche dann in einem unverbindlichen Angebot endeten. Erstaunlicherweise waren wir hier in sogar etwas unter dem Preisrahmen der Baukosten, welcher bei anderen Anbietern angesetzt wurde. 
Im eigentlichen Planungstermin haben wir dann genau das umgesetzt, was ich schon weiter oben beschrieben habe. Aus dem Erdgeschoss von Firma A mit der Treppe von Firma B und der Küche von Firma C und das Obergeschoss von Firma D sowie sehr vielen sehr guten Ideen von Frau Papagallo-Knopp wurden in mehr als vier Stunden zeichnen, überlegen, verwerfen, noch mal neu anfangen, die Pläne für unser Traumhaus.
Wir sind auf jeden Fall begeistert!

#2 Finanzierung  und Notartermin

So, wir haben einen Plan und ein Grundstück reserviert und nun?
Richtig, ab zu Bank!
Aber zu welcher?
Hausbank?
Freier Finanzberater?
Großer Beratungskonzern?

Zu Allen!
Wir haben unser Projekt tatsächlich bei allen drei Varianten vorgestellt.
Am Ende hat tatsächlich der Finanzberater, welcher uns von Bianca´s Hausbank empfohlen wurde, das Rennen gemacht.
Herr Marco Scheen hat uns mit sehr großem Engagement und viel Fachwissen zur Seite gestanden. Wir hatten jederzeit das Gefühl auf Augenhöhe mit Ihm über die "größte Investition unseres Lebens" verhandeln zu können. Beim komplett freien Finanzberater aber auch beim großen Beratungskonzern hatten wir nach kurzer Zeit das Gefühl, wir würden mit den Nachfragen eher lästig. Hinzu kam auch bei einem der beiden zuletzt angesprochenen ein unbedingter Wille uns ein KfW Darlehen zu verkaufen, welches aber aufgrund seiner festgelegten Mindesttilgung die monatliche Rate sehr verteuert hätte. Ob wir das vielleicht besser gemacht hätten, sehen wir dann in 10 Jahren.
Jedenfalls haben wir uns dann dazu entschieden den Kreditantrag über den empfohlenen Berater von Bianca´s Hausbank zu stellen.
Man kann sich gar nicht vorstellen, was so eine Bank alles wissen möchte um einen Kreditentscheidung zu treffen. Gefühlt mussten wir auch die Schuhgröße und die Lieblingsspeise mitteilen.
Nach Abgabe des Kreditantrages hieß es warten.
und
warten
und
warten
und
warten
auf den EINEN Brief.
Die Finanzierungszusage der Bank.
ENDLICH... 
Vom einreichen der Unterlagen bis zur Bestätigung hat es ungefähr 14 Tage gedauert.
Der ganze Finanzierungsvorgang ungefähr 6 Wochen.
In dieser Zeit haben wir natürlich auch immer Kontakt mit ELPA und dem Grundstücksverkäufer gehalten und auch nach dort immer regelmäßige Updates gegeben.

Nach der Finanzierungsbestätigung hat dann der Grundstücksverkäufer alles für den Notartermin in die Wege geleitet. Da nach der Zustellung des Entwurfes des Notarvertrags von rechts wegen eine 14 tägige "Bedenkzeit" vorgesehen ist hieß es wieder warten
und 
warten 
und
warten.

Nach ca. 3 Wochen war es dann soweit. Der Tag des Notartermins.
Im Ergebnis ein sehr komischer Termin. Man sitzt mit dem Verkäufer des Grundstücks beim Notar und dieser liest einem dann, in zum Teil wahnsinnger Geschwindigkeit, den kompletten Vertrag vor. Am Ende unterzeichnet man dann den Vertrag und ist plötzlich Grundstückseigentümer unter Vorbehalt. 
Denn bevor man tatsächlich Eigentümer wird gibt es noch diverse Formalitäten, welche der Notar zu erledigen hat.

#3 Grundstückssuche

So, wir haben einen Plan, also einen Plan fürs Haus, aber wohin damit? Und passt das dann aufs Grundstück? Und gibt uns die Bank auch wirklich so viel Geld?
Hausbau und Grundstückssuche braucht aus unserer Sicht vor allem drei Dinge:

Zeit, Ausdauer und Glück...

Da wir ja auch bei der Suche nach gebrauchten Häusern mehr oder weniger flexibel in der Wahl des Wohnortes im Radius von +/- 50 km um Köln waren, natürlich linksrheinisch, haben wir auch den Radius für die Grundstückssuche in diesem Umkreis gewählt.
Aber wie kommt man an ein Grundstück? Es erschien zwischenzeitlich nahezu aussichtslos. In den gängigen Portalen waren entweder nur bauträgergebundene oder nicht erschlossene oder Grundstücke vorhanden, bei denen wir "unser" Haus nicht draufbekommen hätten, oder aber der Preis war so hoch, dass er jeden Versuch der Finanzierung ins absolute No Go katapultiert hätte.
Tja...
Hoffnungslos...
Ach ne Zeit, Ausdauer und Glück hatte ich ja schon erwähnt.
Wir haben uns tatsächlich die Zeit genommen und mit viel Ausdauer bei nahezu allen Städten und Gemeinden zwischen Köln und Aachen und Mönchengladbach und Zülpich angerufen. Ja, richtig gelesen, angerufen. Meist half uns die Webseite der Kommune weiter. Häufig findet man unter dem Punkt Bauen und Leben einen Ansprechpartner, der für die Neubaugebiete im jeweiligen kommunalen Zuständigkeitsgebiet zuständig ist. Hier haben wir uns auf diverse Interessentenlisten schreiben lassen.
Aber nun zum Punkt Glück.
Der Zufall wollte es, dass wir auch bei der Gemeinde Titz angerufen haben. Auf der Webseite der Gemeinde hatten wir schon im Vorfeld gesehen, dass viele Bebauungspläne in der Erstellung sind. Als wir die zuständige Sachbearbeiterin darauf Ansprachen konnte Sie uns leider aus Datenschutzgründen nicht den Verkäufer der Grundstücke in einem der dortigen Neubaugebiete nennen. Eine kurze Recherche im ebenfalls veröffentlichen Amtsblatt förderte jedoch einen Zeitungsartikel zum Vorschein, in welchem der Verkäufer der Grundstücke genannt war. Tja was sollen wir berichten, wir haben den Verkäufer ausfindig gemacht, erreicht und auch noch das Glück gehabt, dass noch Grundstücke frei waren. Der dann genannte Preis hat dazu geführt, dass wir noch im aller ersten Gespräch über das Grundstück dieses reserviert haben. Einfach so, ohne Reservierungsgebühr, ohne irgendwelche Nachweise, ohne Probleme.
Es gehört halt Glück dazu.


# 4 Warten, Warten, Warten

Das ist eine Lektion die wir mittlerweile gelernt haben.
Um mal kurz den bisherigen Zeitverlauf zusammenzufassen.
Das Grundstück haben wir um Ostern 2021 gefunden. Beim Notar waren wir Mitte Juni 2021. Diesen Eintrag schreibe ich Mitte Oktober 2021.
Seit dem Notartermin ist ungefähr folgendes passiert. 
Die Erschließung des Grundstückes ist vom Verkäufer fertiggestellt worden.
Dies hat leider anstatt bis zum 1.Juli bis Anfang August gedauert.
Danach kam der Vermesser (auch vom Verkäufer beauftragt), welcher aus dem bislang über 10000 qm Ackerland die einzelnen Grundstücke vermessen hat und daraus dann einen amtlichen Lageplan erstellt hat.
Wir haben die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten und noch einige andere Dinge sowie den Kaufpreis für das Grundstück inzwischen bezahlt.
Leider hatten sowohl der Vermesser als auch der Architekt, welchen wir für die Einreichung der Baugenehmigung zwingend brauchen, seeeeehr viel zu tun, so dass wir zur Zeit davon ausgehen, dass wir Ende Oktober alle erforderlichen Unterlagen zur Einreichung des Bauantrages zusammen haben werden.
Stay tuned

# 5 Warten, Warten, Warten, immer noch...

So, seit meinem letzten Eintrag sind gute 14 Tage vergangen. Leider hat sich in der Zwischenzeit auf der Genehmigungsseite nur sehr wenig bewegt. Wir haben zwar mittlerweile einen vorläufigen Lageplan vom Vermesser, dieser führt aber zu etwas Klärungsbedarf im Vorfeld der Einreichung des Bauantrages. Die Details möchte ich euch an dieser Stelle ersparen, da es hier sonst sehr tief ins Baurecht abrutschen würde. 

Wenn es nach unserer ursprünglichen Planung gegangen wäre, wäre ungefähr jetzt Baubeginn. Daher hatten wir in den vergangenen 14 Tagen Urlaub genommen, weil es ja bestimmt viel zu organiseren gibt. Na ja, verschenkt haben wir die Zeit jedenfalls nicht. Wir haben so ziemlich alles was man aussuchen kann, zumindest schon mal gesichtet und in vielen Fällen sogar schon ziemlich final entschieden. So waren wir im Fliesenhandel, bei einem Haustürenhersteller, haben uns in den Bäderaustellungen getummelt und nach der Küche geschaut.
Insbesondere die Küche ist ja relativ wichtig frühzeitig zu planen, da ja die entsprechenden Anschlüsse direkt an Ort und Stelle gelegt werden müssen.

# 5a Bilder sagen mehr als tausend Worte....

Bilder von unserem Neubaugebiet.

Parkplätze gibt es hoffentlich genug.

Fertige Straße... schon beeindruckend.. Ostern 2021 war es noch eine Matschlandschaft mit ein paar Pflöcken...

So sah es Ostern 2021 aus.

Blick auf unseren Bauplatz an Ostern 2021

#6 Altes Jahr - alte Probleme, neues Jahr - neue Probleme

Hallo Zusammen! Hier war es ja seit Mitte November relativ ruhig. Dies hat nichts damit zu tun, dass wir keine Lust mehr haben diesen Blog weiter zuführen, sondern damit, dass nicht alle Einzelheiten die inzwischen passiert sind einen eigenen Eintrag gerechtfertigt hätten. Deshalb hier jetzt noch mal ein gesammelter Bericht über die Zeit von Mitte November 2021 bis Mitte Februar 2022.

Wie bereits im letzten Eintrag #5 beschrieben, waren Ende November 2021 alle Unterlagen für unseren Bauantrag fertig. Endlich möchte man sagen. Aber gut Ding will Weile haben. Somit haben wir dann unseren Bauantrag final mit dem Architekten und ELPA besprochen und eingereicht. Anschließend hieß es wieder warten. Das können wir im Übrigen mittlerweile sehr gut. Nach Rücksprache mit dem Bauamt des Kreis Düren müssen wir mindestens 6 Wochen Geduld haben.
Die Vorfreude war riesig als Bibi wenige Tage vor Weihnachten einen Brief des Kreises aus dem Briefkasten mitbrachte. Leider folgte kurz darauf eine "Weihnachtsüberraschung" der unschönen Art.
In besagtem Brief teilte man uns mit, dass zur Zeit keine Baugenehmigung erteilt werden könne, da das Grundstück formal nicht erschlossen ist.
Wie ihr euch sicher denken könnt, sind wir aus allen Wolken gefallen, da wir am Tag zuvor über die fertige Straße spaziert sind.
Am nächsten Morgen haben wir natürlich direkt Kontakt mit ELPA, sowie unserem Grundstücksverkäufer aufgenommen und alle Hebel zur Lösung des Problems in Bewegung gesetzt. Im Ergebnis handelt es sich um eine Formalität, welche näher auszuführen hier schriftlich fast nicht möglich ist und den Rahmen sprengen würde. Jedenfalls sind wir jetzt kurz davor dieses Problem gelöst zu haben.
Ein weiteres Problem hat sich Ende Januar hinzugesellt. Die in den Plänen eingezeichnete Terrasse überschreitet die zulässige Baugrenze. Dies ist natürlich extrem ärgerlich, da zur Korrektur natürlich neue Lagepläne von Architekt und Vermesser benötigt werden und das Bauantragsverfahren so lange ruht, bis die berichtigten Pläne vorliegen. Warum man das Vorhaben nicht weiter prüfen kann und dann die richtigen Pläne mit der um 1m gekürzten Terrasse ist uns nicht begreiflich, aber wir müssen es so hinnehmen.
Die aktualisierten Pläne sind jedenfalls jetzt fertig und wir werden sie im Laufe dieser Woche einreichen, so dass wir dann mal wieder hoffen und warten müssen bis die Baugenehmigung erteilt wird. In der ganzen Zeit stand uns ELPA und auch unser Grunstücksverkäufer beratend und hilfreich, wenn auch in Teilen machtlos ob des Behördenformalismus, zur Seite! Hierfür an dieser Stelle: VIELEN DANK!!